Quantar Religion
Conflux in der Quantar Religion
Der Beginn
Die Conflux
Das Geistliche
Erzählungen über die Conflux
Der Beginn
Am Anfang war Nichts. Nichts ist alles: Grundsätzlich die Abwesenheit
von Bedeutung, Struktur und Detail. Aufgrund seiner Natur ist es unmöglich
zu begreifen.
Aus dem Nichts kamen die beiden Götterbrüder Hamalzah
und Horridahl. Hamalzah repräsentiert Stabilität, Ordnung,
das Gute, Licht und Recht. Horridahl repräsentiert Instabilität,
Gehässigkeit, Veränderung, das Böse, Dunkelheit, Fehlen
von Erz.
Im Verlauf der Geschichte streiten und kämpfen die beiden
Götter permanent. Das Volk der Quantar ist oft der Kern dieses
Streits: Es wird berichtet, sie seien von Hamalzah erschaffen worden,
sie tragen aber auch viele Merkmale Horridahls in sich - die Quantar
verdanken ihre Existenz beiden Göttern.
Die Conflux
Im 7. Kapitel des ersten Buchs Hamalzah steht geschrieben, daß
Horridahl "ein Volk erschuf, dass seinem Willen folgte und ganz
das Chaos war. Und er nannte dieses Volk Conflux und hetzte sie gegen
die Kinder Hamalzahs". Er wollte, daß die Quantar ihn fürchteten,
und ihm in ihrer Furcht folgten.
Das Konzept, daß Horridahl lediglich sagte "Es werden
Conflux", und sie waren da, ist zu vereinfachend.
Jedes Detail muß von irgendwoher kommen. Alles existierte
bereits - das "Nichts" hatte bereits Struktur und Details.
Das bedeutet wiederum daß weitere "Schöpfung" unmöglich
ist. Schöpfung bedeutet nur die Umwandlung eines Details in ein
anderes. Es wird berichtet, daß Horridahl unmittelbar vor der
Erschaffung der Conflux bereits viele Anhänger unter den Quantar
hatte. Eine simplistische Hypothese wäre, daß diese Anhänger
physisch zu den Conflux wurden.
Dies ignoriert jedoch die Natur des Glaubens. Hamalzah und Horridahl
sind nur so real, wie ihre Anhänger glauben. Die physischen Dinge,
die mit ihnen verbunden werden, erscheinen nur deswegen real, weil die
Leute daran glauben. Aus diesem Grund symbolisiert das Auftauchen der
Conflux eher ein generelles Wachstum von Horridahls Einfluß unter
den Quantar als eine einfache Schöpfungsgeschichte.
Das Geistliche
Die Konzepte von Körperlich und Geistig sind hier vermischt. Die
beste Erklärung dafür findet sich im Zweiten Buch Hamalzah.
Die Quantar hatten eine Kolonie namens "Far Quantus"
errichtet, die "war so weit der Heimat, wie noch keine Siedlung
zuvor"; der Kontakt mit dieser Kolonie brach schließlich
ab. Parin, und in weiterer Folge Roh, versuchten dem nachzugehen. Die
Geschichten erzählen von mächtigen Flotten aus Schiffen gefärbt
wie Blut, die alles gnadenlos zerstörten, in einem Land wo Horridahl
stark und fähig war, den Geist derjenigen zu beeinflussen, die
es betraten. Als Parin zurückkehrte, glaubte ihm niemand, und Roh
war bei seiner Rückkehr so verwirrt, daß ihm nur mehr Hamalzah
helfen konnte.
Die Erzählungen über Parin und Roh dürfen nicht
wortwörtlich interpretiert werden. Ihre Bedeutung liegt darin,
daß die darin beschriebenen Ereignisse sich zur Gänze auf
die geistige Ebene beziehen, nicht auf das Universum in dem die Quantar
zum größten Teil leben. Beide Berichte enthalten Beschreibungen
von Dingen, die körperlich zu sein scheinen; tatsächlich aber
geben diese Dinge nur eine greifbare Form zum eigentlichen Thema der
Erzählungen: dem ständigen geistigen Kamp zwischen ihnen und
Horridahl. Die Beschreibungen realer Schlachten werden benötigt,
weil die geistige Ebene für Menschen schwer zu verstehen ist, die
es gewohnt sind, in der körperlichen Welt zu existieren.
Die Beschreibungen physischer Ereignisse erinnern stark an einen
Conflux-Angriff; zum Beispiel: "er sah viele Schiffe auf sich zukommen,
und diese Schiffe hatten die Farbe von Noch'Sha-Milch... der blutfarbene
Lotos" und "seine Ohren empfingen nur seltsame Geräusche".
Dies mag nur dazu dienen zu bestätigen, daß die Conflux tatsächlich
Werkzeuge Horridahls sind.
Geschichten über die Conflux
Die religiösen Schriften der Quantar enthalten viele Hinweise auf
die Conflux. Oft werden sie als "Streitwagen aus dem Himmel"
oder "Horden in der Farbe von Noch'Sha-Milch (blutrot)" bezeichnet,
die normalerweise Feuer "spucken". Immer werden sie mit Horridahl
assoziiert.
Ihre erstmalige Erwähnung findet sich im 7. Kapitel des Ersten
Buches. Hamalzah hatte Horridahl ans "Ende der Schöpfung"
verbannt, wo sich Horridahl vor Haß verzehrte und von einem Gott
zu einem Dämon wurde, wird berichtet. Er versuchte, unter den Quantar
zu wandeln, aber er konnte in ihnen lediglich Zweifel gegenüber
Hamalzah säen, sie jedoch nicht auf seine Seite ziehen. Sie "erschuf"
er die Conflux, damit die Quantar ihn fürchteten. Nach vielen Angriffen
der Conflux trat Horridahl vor die Quantar und sprach "Ich wünsche
nicht euren Untergang, folgt mir und ich zeige euch, wie man die Conflux
bekämpfen kann". Es wird berichtet, daß daraufhin viele
Quantar zu Horridahl kamen und darin unterwiesen wurden, die Conflux
mit Waffen zu bekämpfen. Aus ihnen sollten später die Octavianer
werden.
Wortwörtliche Interpretation sollte auch hier vermieden werden.
Die Geschichte symbolisiert die Angst. Horridahl bringt den Quantar
bei, sich ihrer Angst zu ergeben, um sie zu bekämpfen. Dieser Text
ist dazu gedacht, den Glauben an Hamalzah zu stärken, nicht das
Gegenteil; aus diesem Grund wurde diese verhältnismäßig
einfache Botschaft in eine Erzählung verpackt, bei der Quantar
zu Octavianern werden.
Die Hamalzah-treuen Quantar wurden sehr schwach und zogen sich
nach Dark End zurück, wo ihnen Hamalzah die Gabe des Erzes gab
und sie wieder rein und stark machte. Als Horridahl nach Dark End kam,
bekämpften sich die beiden Götter. "So nahm das Chaos
wieder von den Conflux Besitz und sie zerstörten alles, was sie
finden konnten" Nach einer hundert Jahre dauernden Schlacht wurde
Horridahl ins Exil geschickt, und Hamalzah beanspruchte den Sieg für
sich. "Und die Conflux vergingen ohne die Macht Horridahls im Chaos
und warden nicht mehr gesehen". Die Conflux tauchen auch im Zweiten
Buch wieder auf, allerdings in einem rein spirituellen Zusammenhang
(siehe oben).
Das Dritte Buch (das manchmal als vor-historisch betrachtet wird,
und manchmal gar nicht) beschreibt, wie eine Conflux-Flotte Quantar
gefangen nimmt, wie folgt: "Und einige der Quantar bestiegen ihre
Wagen und verließen das Volk. Es waren acht an der Zahl, und in
jedem der Wagen waren acht Priester, acht Arbeiter und acht Krieger.
Und Horridahls Horden begleiteten diese, und acht rote und schwarze
Dämonen führten die Wagen gen Himmel, und sie wurden niemals
wieder gesehen." Das Buch beschreibt danach eine Schlacht, die
von Roh angeführt wird, in der Horridahl die Conflux-Flotte anführt:
"Und sie erblickten auch Horridahl selbst, welcher auf einem riesigen
Adler ritt. Der Adler ward geboren aus Feuer, und aufgestiegen aus dessen
Asche."
Es wird beschrieben, daß die "Horden" von "seelenlosen
Streitwagen mit Herzen aus weißem Feuer" unterstützt
werden. Dies impliziert daß die Conflux (Horden) sich vom Großteil
der Conflux-Drohnen unterscheiden, die wir kennen. "Seelenlos"
deutet auf eine hirnlose Drohne hin, das "weiße Feuer"
scheint sich auf die biologische Energiequelle zu beziehen. Als Horridahl
in weiterer Folge flieht, ist die Rede von "seinen Dämonen
und seelenlosen Streitwagen".
Verfasst von Pilot Timski. |